Bicycle – They Tried To Steal My Bicycle

2006 Oktober 10
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Heute abend durfte ich ein Ereignis der eher unschöneren Art erleben:
Ich war mit Juliane, ihrer Schwester und Dominik kurz auf ein Guiness in der Stadt. Wir waren im Globe und wollten dann kurz nach 10pm auch wieder nach Hause gehen, weil diese Woche noch einiges an Arbeit ins Haus steht. Bis Donnerstag muss ein Project Proposal in Natural Computing abgegeben werden und am Montag steht dann die erste Prüfung in Performance Computing an.
Auf meinem Nachhauseweg lief ich also von Temple Bar wieder zu meinem Fahrrad, das ich in der Nassau Street direkt vor der National Gallery abgestellt hatte. Etwa 50 Meter davor fiel mir jemand auf, der mit einem silberfarbenen Fahrrad eine Runde drehte und offensichtlich den Dynamo und die Beleuchtung testete. Bei näheren Hinsehen war die Ähnlichkeit zu meinem Fahrrad erschreckend. Davon aufgeschreckt rannte ich so schnell ich konnte ihm also in Richtung des ursprünglichen Abstellplatzes hinterher. Als ich erkannte, dass mein Fahrrad nicht mehr da stand und damit feststand, dass er mit meinem Fahrrad umher fuhr, schubste ich den ******* (Wort ausgeblendet, bin immer noch wütend) von meinem Fahrrad und sagte zu ihm “Hey *******, that’s my bike.”
Er erwiederte very surprised: “What, that’s your bike?” und rannte so schnell er konnte weg und nahm dabei sein altes Damenfahrrad mit.
Ich rief ihm nur noch folgendes hinterher “…**** ***!!!! ***** *** ……..”.
Am liebsten hätte ich ihn ein paar reingehauen oder ihn wenigstens der Polizei übergeben, aber erstens war ich froh mein Fahrrad überhaupt wiederzuhaben und außerdem hatte ich die Nummer der Polizei gar nicht und es wäre wohl auch nicht so leicht gewesen diese anzurufen und ihn gleichzeitig unter Kontrolle zu halten.
Der Dieb war definitiv irisch, was ich aus seinem Akzent und dem typischen Jogging Anzug, den er trug schließe. Vom Alter her würde ich ihn auf 18/19 schätzen.
Nachdem er weg war, sah ich auf dem Boden dann meine beiden aufgezwickten Fahrradschlösser liegen. Von einem hier ein Bild.
Fahradschloss geknackt

Vor meinem Abflug aus Deutschland hatte ich eigentlich erwartet in die Hauptstadt der Kriminalität zu fliegen. Ich hatte einige Schauermärchen über Dublin gehört. Allerdings habe ich in Dublin außer dem Überqueren roter Ampeln (was für Fußgänger nicht verboten ist) noch keine kriminellen Handlungen offensichtlich mitbekommen – bis heute zumindest. Es gibt allerdings die Theorie, dass durch die bescheidene Größe Irlands Nachrichten über Krimininalität sehr stark medial verbreitet werden und dass deswegen die gefühlte Krimininalität höher liegt.
Mein Eindruck dazu ist, dass man bestimmte Gegenden zu Nachtzeiten einfach meiden soll, aufmerksam sein sollte und sein Fahrrad am besten nirgendwo draußen abstellt ;-) Dann hat man ziemlich wahrscheinlich keine Probleme.
Von meiner Wochenendtour nach Belfast gibt es auch bald einen Bericht samt Bildern, aber noch etwas Geduld bitte!

4 Responses leave one →
  1. 2006 Oktober 10

    Wow, da hast Glück gehabt, genau rechtzeitig zu kommen. Respekt!

  2. 2006 Oktober 10
    Martin permalink

    Ja, das war noch Glueck im Unglueck.
    Habe heute schon das dickste verfuegbarste Schloss gekauft – schlappe 30 Euro..
    Ich kann ja nicht immer die Nepper ueberraschen :-)

  3. 2006 Oktober 19

    Siehste Martin, deshalb schaff ich mir hier gar keins erst an. Eine Deutsche hat sich im Eroski (so ne Art Kaufland) ein Rad für 100 EUR gekauft und ein fettes Schloss für 25 EUR. Sie hatte es genau eine Woche. Dann wurde es geknackt und gestohlen. Am frühen Nachmittag. Neben der Busmeile wo tausende Leute vorbeikommen. 2 andere Räder neben ihr wurden auch geknackt. und die müssen wirklich megaschlösser gehabt haben…. DAS is wohl überall gleich. Naja, mein altes Hercules von früher hättens wohl ned geklaut (glaub ich). Des lohnt sich wirklich ned… :-)

  4. 2006 Oktober 22
    Nina permalink

    Hallo Martin!
    Da hattest ja echt nochmal Glück im Unglück. 5 Minuten später und du hättest dein Radl gebraucht im Bikeshop wiedergefunden und könntest es nach dem Auslandsjahr für die Hälfte vom Kaufpreis wieder an den Händer zurückverkaufen… Tolles System! ;-)
    Ach ja, noch ein Tipp zum Busfahren: Bei uns gab´s damals das Rambler Ticket (1, 3 oder 7 Tage). Wenn man 3x Busgefahren ist, hat sich´s rentiert. 3,30€ für nen ganzen Tag- ist aber inzwischen bestimmt auch teurer geworden.

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